Veganes Mapo Tofu im Wok und in einer Schale mit Reis, ganze weiße Tofuwürfel in glänzender roter Chili-Bohnen-Sauce mit Sojagranulat, Chiliöl und Frühlingszwiebeln

Veganes Mapo Tofu: scharf, würzig und in 25 Minuten auf dem Tisch

Mapo Tofu ist eines der Gerichte, die zeigen, wie viel Tofu kann: weiche Würfel in einer scharfen, salzig-fermentierten Sauce, dazu das typische Kribbeln vom Sichuanpfeffer. In der veganen Version übernimmt Sojagranulat die Rolle vom Hack, und damit steckt Protein aus zwei Sojaquellen in einer Schüssel.

Das größte Problem bei Mapo Tofu zuhause sind zerbrochene Tofuwürfel. In meiner ersten Runde sind 9 Würfel beim Rühren zerfallen, in der finalen Version nur noch einer. Der Unterschied: 2,5-cm-Würfel statt 2 cm, 15 Minuten pressen, 60 Sekunden in leicht gesalzenem Wasser blanchieren und den Tofu in der Sauce nur noch schwenken, nicht rühren. Die zweite Erkenntnis: Mehr Doubanjiang und mehr Sichuanpfeffer bedeuten nicht automatisch mehr Geschmack. Mit weniger Paste und frisch geröstetem Pfeffer wurde das Gericht ausgewogener.

Wenn du Tofu bisher nur gebraten kennst, findest du in meinem kompletten Leitfaden zu Tofu und Tempeh alle Grundlagen. Nach diesem Rezept kochst du ein Mapo Tofu mit glänzender, gebundener Sauce und Tofuwürfeln, die beim Servieren noch ganz sind.

Eine Portion Mapo Tofu wird in einer kleinen Pfanne mit einem Schuss Wasser aufgewärmt, die dicke rote Sauce wird wieder glänzend, die Tofuwürfel sind weitgehend ganz

Was ich beim Testen gelernt habe

Testnotiz zum Rezept 4 Testrunden: 15., 22. und 29. September sowie 5. Oktober 2026. Finale Version: Runde 4. Ausstattung: Induktionsherd (Stufe 7 zum Anbraten, Stufe 5 zum Köcheln), 30-cm-Wok aus Carbonstahl, Holzlöffel, flacher Pfannenwender. Getestete Variablen: Tofusorte, Würfelgröße, Pressen und Blanchieren, Menge von Doubanjiang, schwarzen Bohnen, Sojasauce und Brühe, Sichuanpfeffer gemahlen vs. frisch geröstet, Menge der Speisestärke, Champignons statt Sojagranulat. Gemessen: zerbrochene Tofuwürfel pro Runde, Gesamtgewicht 1.300 bis 1.380 g, Wasser zum Aufwärmen an Tag 1 und 2.

Die erste Runde am 15. September war in fast jeder Hinsicht zu viel. Mit 40 g Doubanjiang, 25 ml Sojasauce und 12 g fermentierten schwarzen Bohnen war die Sauce deutlich zu salzig. 240 ml Brühe mit nur 8 g Speisestärke blieben nach dem Andicken relativ flüssig. Drei Teelöffel fertig gemahlener Sichuanpfeffer und 20 ml Chiliöl haben alles betäubt. Und der Tofu: 450 g fester Tofu, nicht gepresst, nicht blanchiert, in 2-cm-Würfeln. Beim kräftigen Umrühren klebten Würfel am Pfannenboden, und 9 Würfel zerbrachen.

In der zweiten Runde habe ich Paste, Bohnen und Sojasauce reduziert, den Tofu 10 Minuten gepresst, 60 Sekunden blanchiert und größer geschnitten. Es zerbrachen nur noch 4 Würfel. Runde 3 war die Vergleichsrunde: fester Tofu gegen Seidentofu und gemahlener gegen frisch gerösteten Sichuanpfeffer. In Runde 4 habe ich die Brühe auf 180 ml gesenkt und das Ergebnis bestätigt.

Was ich nach dem Testen geändert habe: Doubanjiang von 40 auf 30 g, schwarze Bohnen von 12 auf 8 g, Sojasauce von 25 auf 15 ml, Brühe von 240 auf 180 ml, Speisestärke von 8 auf 10 g, Sichuanpfeffer von 3 TL gemahlen auf 2 TL frisch geröstet, Tofuwürfel von 2 auf 2,5 cm mit 15 Minuten Pressen und 60 Sekunden Blanchieren, weil die erste Version zu salzig, zu dünn und zu betäubend war und 9 Würfel zerbrachen.

Alle Änderungen auf einen Blick

Runde 1Runde 2Runde 3Runde 4 (final)
Tofu450 g fest400 g fest200 g fest + 200 g Seidentofu400 g fest
Pressen0 Min.10 Min.15 Min. (fest) / 0 Min. (Seide)15 Min.
Würfelgröße2 cm2,5 cm2,5 cm2,5 cm
Blanchierennein60 Sek.60 Sek. (fest) / nein (Seide)60 Sek.
Doubanjiang40 g30 g30 g30 g
Schwarze Bohnen12 g8 g8 g8 g
Sojasauce25 ml15 ml15 ml15 ml
Brühe240 ml200 ml190 ml180 ml
Sichuanpfeffer3 TL gemahlen2 TL gemahlen2 TL frisch geröstet2 TL frisch geröstet
Chiliöl20 ml15 ml15 ml15 ml
Speisestärke8 g10 g10 g10 g
Zerbrochene Würfel941 (fest) / 7 (Seide)1

Die drei direkten Vergleiche

Was ich verglichen habeVersion AVersion BWas passiert istMeine Wahl
Tofu blanchiert oder nichtUnblanchiert: etwas stärkerer Tofugeschmack, Oberfläche blieb weich, Sauce haftete gutBlanchiert: gleichmäßigere, zartere Textur, weniger roher TofugeschmackUnblanchierte Würfel zerbrachen leichter, blanchierte blieben besser in Form und die Sauce wirkte harmonischerBlanchiert
Seidentofu oder fester Tofu (je 200 g, Runde 3)Seidentofu: sehr weich, Sauce wirkte cremigerFester Tofu: klare Würfelform7 zerbrochene Seidentofu-Würfel gegen 1 beim festen Tofu, der Seidentofu war beim Schwenken kaum stabilFester Tofu
Sichuanpfeffer (je 2 TL, Runde 3)Fertig gemahlen: gleichmäßige Schärfe, weniger Aroma, Betäubung kam schneller90 Sek. trocken geröstet, frisch gemahlenDie frisch geröstete Version hatte eine klarere Zitrusnote und eine angenehmere, länger anhaltende BetäubungFrisch geröstet

So hat sich dieses Rezept entwickelt

Tippe auf eine Runde und sieh, was sich von Test zu Test geändert hat.

Runde 1 (15. September 2026): alles zu viel

40 g Doubanjiang, 12 g schwarze Bohnen, 25 ml Sojasauce: deutlich zu salzig.

240 ml Brühe mit 8 g Stärke: Sauce blieb zu flüssig.

3 TL gemahlener Sichuanpfeffer und 20 ml Chiliöl: zu betäubend.

450 g Tofu, 2-cm-Würfel, nicht gepresst, nicht blanchiert: 9 Würfel zerbrochen.

Runde 2 (22. September 2026): weniger Salz, stabilerer Tofu

Doubanjiang 30 g, Bohnen 8 g, Sojasauce 15 ml, Brühe 200 ml, Stärke 10 g.

Tofu 10 Minuten gepresst, 60 Sekunden blanchiert, 2,5-cm-Würfel: 4 Würfel zerbrochen.

Pfeffer 2 TL gemahlen: besser, aber flacheres Aroma.

Runde 3 (29. September 2026): die Vergleiche

Fester Tofu gegen Seidentofu: 1 gegen 7 zerbrochene Würfel. Gewinner: fester Tofu.

Fertig gemahlener gegen frisch gerösteten Sichuanpfeffer. Gewinner: frisch geröstet.

Champignons statt Sojagranulat: gut, aber weniger hackartig.

Runde 4 (5. Oktober 2026): das finale Rezept

400 g fester Tofu, 15 Minuten gepresst, 60 Sekunden blanchiert: nur 1 Würfel zerbrochen.

180 ml Brühe, 10 g Stärke, 2 TL frisch gerösteter Sichuanpfeffer, 15 ml Chiliöl.

4 Portionen, zusammen ca. 1.300 bis 1.380 g.

Das Rezept in Zahlen

  • Testrunden: 4 in drei Wochen
  • Zerbrochene Tofuwürfel: 9, dann 4, dann 1
  • Gesamtgewicht nach dem Kochen: ca. 1.300 bis 1.380 g
  • Pro Portion: ca. 325 bis 345 g ohne Reis, mit Reis ca. 500 bis 550 g
  • Sojagranulat: 80 g trocken, gequollen in 120 ml heißer Brühe

Zutaten

Für den Tofu

  • 400 g fester Naturtofu
  • 750 ml Wasser und ½ TL Salz zum Blanchieren

Für das Sojagranulat

  • 80 g trockenes Sojagranulat
  • 120 ml heiße Gemüsebrühe
  • 10 ml neutrales Öl

Für die Sauce

  • 15 ml neutrales Öl
  • 30 g Frühlingszwiebel, weißer Teil, fein geschnitten
  • 10 g Knoblauch, fein gehackt
  • 15 g Ingwer, fein gehackt
  • 30 g Pixian Doubanjiang (ich habe Juan Cheng verwendet)
  • 8 g fermentierte schwarze Bohnen, abgespült und fein gehackt
  • 180 ml Gemüsebrühe
  • 15 ml helle Sojasauce
  • 8 g Zucker
  • 10 g Speisestärke, glatt verrührt mit 20 ml kaltem Wasser

Zum Schluss

  • 2 TL ganze Sichuanpfefferkörner, 90 Sekunden trocken geröstet und frisch gemahlen
  • 15 ml Chiliöl
  • 15 g Frühlingszwiebel, grüner Teil

(Die Marke des Doubanjiang ist hier kein Detail: Diese Paste bringt den Großteil des Salzes mit. Wenn du eine andere Sorte verwendest, schmecke vor der Sojasauce ab.)

Zutaten für veganes Mapo Tofu in Keramikschälchen: fester Tofu, Sojagranulat, Chili-Bohnen-Paste, schwarze Bohnen, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sichuanpfefferkörner, Chiliöl, Sojasauce, Zucker, Speisestärke und Gemüsebrühe

Einkaufsliste

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  • 400 g fester Naturtofu
  • 80 g trockenes Sojagranulat
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 30 g Pixian Doubanjiang
  • 8 g fermentierte schwarze Bohnen
  • 45 g Frühlingszwiebeln
  • 10 g Knoblauch
  • 15 g Ingwer
  • 15 ml helle Sojasauce
  • 8 g Zucker
  • 10 g Speisestärke
  • 2 TL ganze Sichuanpfefferkörner
  • 15 ml Chiliöl
  • 25 ml neutrales Öl
  • Salz
  • Reis zum Servieren
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Bevor du anfängst: Darauf solltest du achten

  • Nimm einen großen Wok oder eine große Pfanne. Mein 30-cm-Wok aus Carbonstahl funktionierte besser als eine kleinere Edelstahlpfanne, weil alle Tofuwürfel in einer Schicht Platz hatten.
  • Presse den Tofu wirklich 15 Minuten. Wie du Tofu am besten presst, zeige ich ausführlich in meinem Beitrag zum Tofu pressen und marinieren.
  • Das Öl muss rot werden. Der wichtigste Punkt der ganzen Sauce: Erst wenn das Öl rund um die Paste deutlich rot-orange ist und die Paste nicht mehr roh riecht, kommt die Brühe dazu.
  • Stärke nie direkt in die Sauce streuen. Immer zuerst mit dem kalten Wasser glatt verrühren.
  • Schwenken statt rühren. Sobald der Tofu in der Sauce liegt, bewegst du den Wok nur noch vorsichtig. Kräftiges Rühren war in Runde 1 der Hauptgrund für zerbrochene und angeklebte Würfel.
  • Sichuanpfeffer und Chiliöl kommen ganz zum Schluss. So bleibt das Aroma vom frisch gerösteten Pfeffer deutlicher.

Woran du jeden Schritt erkennst

SchrittAussehenKonsistenz oder GeräuschGeruch oder Geschmack
Sojagranulat (5 bis 6 Min.)Ränder leicht gebräunt, ab ca. 4 MinutenOberfläche wirkt trocken
Doubanjiang (60 bis 90 Sek.)Öl deutlich rot-orange, Paste dunkelrotAromatisch, nicht mehr roh
Sauce nach dem Andicken (60 bis 90 Sek.)Sichtbar glänzend, haftet an den TofuwürfelnÜberzieht die Rückseite eines Löffels, keine wässrige Flüssigkeit am Boden
Tofu nach 4 Min. KöchelnWürfel ganz, klare KantenFest beim vorsichtigen Schwenken

Wann möchtest du essen?

Wähle die Spalte mit deiner Essenszeit und sieh, wann du mit jedem Schritt beginnst.

SchrittEssen um 18:30Essen um 19:00Essen um 19:30
Tofu pressen (15 Min.)17:4518:1518:45
Sojagranulat mit 120 ml heißer Brühe quellen lassen (5 Min.), danach leicht ausdrücken17:5818:2818:58
Sichuanpfeffer 90 Sek. trocken rösten und frisch mahlen18:0018:3019:00
Tofu würfeln, 60 Sek. blanchieren, 1 bis 2 Min. abtropfen lassen18:0118:3119:01
Sojagranulat in 10 ml Öl braten (1 Min. Öl erhitzen, 5 bis 6 Min. braten), herausnehmen18:0318:3319:03
Öl erhitzen, Frühlingszwiebel-Weiß, dann Knoblauch und Ingwer18:1018:4019:10
Doubanjiang und schwarze Bohnen braten, bis das Öl rot ist (60 bis 90 Sek.)18:1218:4219:12
Brühe, Sojasauce und Zucker dazu, 2 Min. aufkochen18:1418:4419:14
Sojagranulat einrühren (1 Min.)18:1718:4719:17
Tofu einlegen, 4 Min. sanft köcheln, nur schwenken18:1818:4819:18
Stärke einrühren, 60 bis 90 Sek. blubbern lassen18:2218:5219:22
Sichuanpfeffer, Chiliöl und Frühlingszwiebel-Grün unterheben18:2418:5419:24
Vom Herd nehmen, 5 Min. ruhen lassen18:2518:5519:25

Zubereitung

  1. Tofu pressen und Granulat quellen lassen. Presse den Tofu 15 Minuten. In dieser Zeit übergießt du 80 g Sojagranulat mit 120 ml heißer Gemüsebrühe, lässt es 5 Minuten quellen und drückst es danach leicht aus.
  2. Sichuanpfeffer rösten. Röste 2 TL ganze Sichuanpfefferkörner etwa 90 Sekunden trocken im Wok und mahle sie frisch. Stell sie beiseite, sie kommen erst ganz am Ende dazu.
  3. Tofu würfeln und blanchieren. Schneide den Tofu in 2,5-cm-Würfel. Bring 750 ml Wasser mit ½ TL Salz zum Köcheln und blanchiere die Würfel 60 Sekunden. Mit einem Schaumlöffel herausheben und 1 bis 2 Minuten abtropfen lassen. Extra salzen musst du den Tofu nicht.
Weiße Tofuwürfel werden mit einem Schaumlöffel aus leicht gesalzenem Wasser gehoben, daneben ein Teller mit abgetropften Würfeln und ein gepresster Tofublock
  1. Sojagranulat braten. Erhitze 10 ml Öl im Wok auf Stufe 7 etwa 1 Minute. Brate das Granulat 5 bis 6 Minuten. Nach etwa 4 Minuten werden die Ränder leicht braun. Es ist fertig, wenn die Oberfläche trocken wirkt. Drück es mit dem Pfannenwender fein, damit es wie lockeres Hack wirkt, und nimm es aus dem Wok.
  2. Aromabasis anbraten. Erhitze 15 ml Öl etwa 30 Sekunden. Brate den weißen Teil der Frühlingszwiebel 30 Sekunden, dann Knoblauch und Ingwer 45 bis 60 Sekunden.
  3. Doubanjiang und schwarze Bohnen braten. Gib 30 g Doubanjiang und 8 g gehackte schwarze Bohnen dazu und brate sie 60 bis 90 Sekunden. Das ist der wichtigste Moment: Das Öl färbt sich deutlich rot-orange, die Paste wird dunkelrot und riecht aromatisch statt roh. Erst dann geht es weiter.
Chili-Bohnen-Paste und schwarze Bohnen braten mit Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebel im Carbonstahl-Wok, das Öl ist tief rot-orange
  1. Sauce aufkochen. Gieß 180 ml Brühe, 15 ml Sojasauce und 8 g Zucker an und verrühre alles etwa 1 Minute. Lass die Sauce 2 Minuten aufkochen.
  2. Granulat zurück in den Wok. Rühre das gebratene Sojagranulat ein und lass es 1 Minute in der Sauce ziehen.
  3. Tofu einlegen und köcheln lassen. Lege die abgetropften Tofuwürfel vorsichtig hinein, schalte auf Stufe 5 und lass alles 4 Minuten sanft köcheln. Nicht umrühren, sondern den Wok vorsichtig schwenken. In meiner finalen Runde ist dabei nur ein Würfel zerbrochen.
Zwei Schalen Mapo Tofu nebeneinander: links mit Seidentofu und vielen zerbrochenen, zerfransten Würfeln, rechts mit festem Tofu und ganzen Würfeln mit klaren Kanten
  1. Andicken. Rühre die Stärke mit 20 ml kaltem Wasser noch einmal glatt auf und gib sie in etwa 30 Sekunden unter vorsichtigem Schwenken dazu. Lass die Sauce danach 60 bis 90 Sekunden blubbern. Sie ist richtig, wenn sie glänzt, die Rückseite eines Löffels überzieht, an den Tofuwürfeln haftet und beim Schwenken keine wässrige Flüssigkeit mehr am Boden steht.
Glänzende, gebundene rote Sauce haftet an ganzen Tofuwürfeln in einem geneigten Wok, kein wässriger Rest am Boden, frisch gemahlener Sichuanpfeffer und Chiliöl obendrauf
  1. Abschließen und ruhen lassen. Rühre den frisch gemahlenen Sichuanpfeffer etwa 20 Sekunden unter, dann 15 ml Chiliöl für 15 Sekunden und zum Schluss das Grün der Frühlingszwiebeln für 15 Sekunden. Nimm den Wok vom Herd und lass das Mapo Tofu 5 Minuten ruhen.

PROTEIN-TIPP Tofu und Sojagranulat kommen beide aus der Sojabohne. Mit Reis serviert wird daraus eine vollständige Mahlzeit. Warum Soja zu den Proteinquellen mit vollständigem Aminosäureprofil zählt, erkläre ich im Beitrag über vollständiges Protein aus veganen Eiweißquellen.

Getestete Austausche

OriginalAustauschErgebnis
80 g Sojagranulat150 g fein gehackte Champignons, 7 Minuten gebraten (getestet in Runde 3)Geschmacklich gut, aber deutlich weniger fleischig, weniger hackartig und weniger proteinreich
Fester TofuSeidentofu (getestet in Runde 3)Sauce wirkte cremiger, aber 7 Würfel zerbrachen und der Tofu war beim Schwenken kaum stabil
Frisch gerösteter SichuanpfefferFertig gemahlener Sichuanpfeffer (getestet in Runde 3)Flacheres Aroma, die Betäubung kam schneller
GemüsebrüheWasser (getestet)Mit Brühe schmeckte die Sauce tiefer und runder
SojagranulatZerbröselter Tempeh (nicht getestet)Noch nicht ausprobiert. Schreib mir gern, wie es bei dir geklappt hat.
DoubanjiangGochujang (nicht getestet)Noch nicht getestet.
ZuckerAhornsirup (nicht getestet)Noch nicht getestet.

Warum dieses Rezept schiefgehen kann (und wie du es rettest)

Meine erste Runde hatte gleich vier Fehler auf einmal: zu salzig, zu dünn, zu betäubend und ein Tofu, der zerbrach und am Boden klebte. Jeder dieser Fehler hat eine klare Ursache, und keiner davon lässt sich mit „mehr Würze“ lösen.

Häufige Probleme

  • Zu salzig: Doubanjiang, schwarze Bohnen und Sojasauce bringen alle Salz mit. Mit 40 g Paste, 12 g Bohnen und 25 ml Sojasauce war die Sauce deutlich zu salzig. Bleib bei 30 g, 8 g und 15 ml und schmecke bei einer anderen Doubanjiang-Marke vorher ab.
  • Sauce zu dünn: 240 ml Brühe und 8 g Stärke waren zu viel Flüssigkeit für zu wenig Bindung. Mit 180 ml Brühe und 10 g Stärke in 20 ml kaltem Wasser, danach 60 bis 90 Sekunden blubbern lassen, haftet die Sauce am Tofu.
  • Tofu zerbricht: Ungepresster, unblanchierter Tofu in 2-cm-Würfeln ist zu empfindlich. Schneide 2,5-cm-Würfel, presse 15 Minuten, blanchiere 60 Sekunden in leicht gesalzenem Wasser und schwenke den Wok, statt zu rühren.
  • Zu betäubend oder flach: 3 TL fertig gemahlener Sichuanpfeffer und 20 ml Chiliöl dominierten alles. Nimm 2 TL ganze Körner, röste sie 90 Sekunden, mahle sie frisch und gib sie mit 15 ml Chiliöl erst ganz am Ende dazu.
  • Tofu klebt am Boden: Beim kräftigen Umrühren in Runde 1 klebten Würfel am Pfannenboden fest. Ein großer Wok, in dem der Tofu in einer Schicht liegt, und vorsichtiges Schwenken lösen das.

Was ist schiefgelaufen?

Tippe auf dein Problem und sieh Ursache und Lösung.

Zu salzig

Ursache: Doubanjiang, schwarze Bohnen und Sojasauce bringen alle Salz mit. Mit 40 g Paste, 12 g Bohnen und 25 ml Sojasauce war es deutlich zu viel.

Lösung: Bleib bei 30 g, 8 g und 15 ml und schmecke bei einer anderen Doubanjiang-Marke vorher ab.

Sauce zu dünn

Ursache: 240 ml Brühe und 8 g Stärke waren zu viel Flüssigkeit für zu wenig Bindung.

Lösung: 180 ml Brühe und 10 g Stärke in 20 ml kaltem Wasser, danach 60 bis 90 Sekunden blubbern lassen.

Tofu zerbricht

Ursache: Ungepresster, unblanchierter Tofu in 2-cm-Würfeln ist zu empfindlich.

Lösung: 2,5-cm-Würfel, 15 Minuten pressen, 60 Sekunden in leicht gesalzenem Wasser blanchieren und den Wok schwenken statt rühren.

Zu betäubend oder flach

Ursache: 3 TL fertig gemahlener Sichuanpfeffer und 20 ml Chiliöl dominierten alles.

Lösung: 2 TL ganze Körner 90 Sekunden rösten, frisch mahlen und mit 15 ml Chiliöl erst ganz am Ende dazugeben.

Tofu klebt am Boden

Ursache: Beim kräftigen Umrühren klebten Würfel am Pfannenboden fest.

Lösung: Einen großen Wok nehmen, in dem der Tofu in einer Schicht liegt, und nur vorsichtig schwenken.

Serviervorschläge

Klassisch kommt Mapo Tofu auf gedämpften Reis, und genau so habe ich es auch gewogen: Mit Reis lag eine Portion bei ca. 500 bis 550 g. Für einen Abend mit mehr Abwechslung passen schnelle Erdnussnudeln mit Tofu und Gemüse als zweites Gericht auf den Tisch. Wenn du nach dem Training isst: Die International Society of Sports Nutrition empfiehlt sportlich aktiven Menschen 1,4 bis 2,0 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, verteilt über mehrere Mahlzeiten. Ein Gericht mit Tofu und Sojagranulat ist dafür eine einfache Basis.

Vier Schalen Reis mit veganem Mapo Tofu, ganzen Tofuwürfeln, roter Sauce, Chiliöl, Frühlingszwiebeln und Sichuanpfeffer, dazu Stäbchen

Aufbewahren, Aufwärmen und Vorbereiten

Direkt nach dem Kochen ist der Tofu am stabilsten. Ich habe das Aufwärmen an zwei Tagen getestet:

  • Tag 1: Ca. 450 g in einer kleinen Pfanne mit 15 ml Wasser bei mittlerer Hitze 3 Minuten erwärmt und einmal vorsichtig gewendet. Die Sauce wurde wieder glänzend, und der Tofu blieb weitgehend fest.
  • Tag 2: Die Sauce war etwas dicker und der Tofu weicher. Für ca. 450 g brauchte ich 25 ml Wasser und 4 Minuten bei mittlerer Hitze. Das zusätzliche Wasser ist nötig, weil die Stärke über Nacht weiter bindet.
  • Tag 3 und länger: Nicht dokumentiert. Bewahre Reste abgedeckt im Kühlschrank auf und iss sie möglichst bald.
  • Einfrieren: Nicht getestet.

Soja liefert neben Protein auch Eisen. Laut dem Faktenblatt der National Institutes of Health zu Eisen gehört Tofu zu den pflanzlichen Eisenquellen. Und die Academy of Nutrition and Dietetics hält gut geplante vegane Ernährung für alle Lebensphasen für geeignet.

Was ich als Nächstes teste

  • Tag 3 im Kühlschrank: Wie weich der Tofu wird und wie viel Wasser die Sauce dann braucht.
  • Einfrieren: Ob die blanchierten Würfel das Auftauen überstehen.
  • Zerbröselter Tempeh statt Sojagranulat: Spannend, weil Tempeh mehr Biss mitbringt.
  • Dunkle Sojasauce zusätzlich zur hellen: Für mehr Farbe und Tiefe. Wenn du es schon probiert hast, schreib es mir in die Kommentare.
Pinterest-Pin: Veganes Mapo Tofu mit Sojagranulat, Würfel bleiben ganz, 45 Minuten, 4 Portionen, vegan

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Mapo Tofu


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Description

Ein klassisches Rezept für Mapo Tofu, bei dem fester Tofu in einer scharfen, aromatischen Sauce serviert wird. Perfekt für ein herzhaftes veganes Abendessen.


Ingredients

  • 400 g fester Naturtofu
  • 750 ml Wasser
  • ½ TL Salz
  • 80 g trockenes Sojagranulat
  • 120 ml heiße Gemüsebrühe
  • 10 ml neutrales Öl
  • 15 ml neutrales Öl
  • 30 g Frühlingszwiebel, weißer Teil, fein geschnitten
  • 10 g Knoblauch, fein gehackt
  • 15 g Ingwer, fein gehackt
  • 30 g Pixian Doubanjiang
  • 8 g fermentierte schwarze Bohnen, abgespült und fein gehackt
  • 180 ml Gemüsebrühe
  • 15 ml helle Sojasauce
  • 8 g Zucker
  • 10 g Speisestärke, glatt verrührt mit 20 ml kaltem Wasser
  • 2 TL ganze Sichuanpfefferkörner
  • 15 ml Chiliöl
  • 15 g Frühlingszwiebel, grüner Teil


Instructions

  1. Presse den Tofu 15 Minuten. In dieser Zeit das Sojagranulat mit der heißen Gemüsebrühe übergießen und 5 Minuten quellen lassen.
  2. Röste die Sichuanpfefferkörner etwa 90 Sekunden trocken im Wok und mahle sie frisch.
  3. Schneide den Tofu in 2,5-cm-Würfel und blanchiere die Würfel 60 Sekunden in salzigem Wasser.
  4. Erhitze 10 ml Öl im Wok und brate das Granulat 5 bis 6 Minuten.
  5. Brate den weißen Teil der Frühlingszwiebel 30 Sekunden, dann füge Knoblauch und Ingwer hinzu und brate weitere 45 bis 60 Sekunden.
  6. Gib Doubanjiang und schwarze Bohnen dazu und brate sie 60 bis 90 Sekunden.
  7. Füge die Brühe, Sojasauce und Zucker hinzu und lasse die Sauce 2 Minuten aufkochen.
  8. Rühre das gebratene Sojagranulat ein und lasse es 1 Minute in der Sauce ziehen.
  9. Lege vorsichtig die Tofuwürfel hinein und lasse alles 4 Minuten sanft köcheln.
  10. Rühre die Stärke mit kaltem Wasser glatt und gib sie nach etwa 30 Sekunden unter vorsichtigem Schwenken dazu.
  11. Rühre den frisch gemahlenen Sichuanpfeffer, Chiliöl und den grünen Teil der Frühlingszwiebel unter.
  12. Lass das Mapo Tofu 5 Minuten ruhen, bevor du es servierst.

Notes

Serviere das Mapo Tofu idealerweise mit gedämpftem Reis.

  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 20 Minuten
  • Category: Main Course
  • Method: Stir-Frying
  • Cuisine: Chinese

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